ARNIKA - TRADITIONELLES BERGKRAUT BEI PRELLUNGEN
Deutscher Name: Arnika / Bergwohlverleih / Fallkraut / Kraftwurz
Englischer Name: Arnica / Mountain Arnica / Leopard's Bane
Französischer Name: Arnica / Arnica des montagnes
Italienischer Name: Anrica / Arnica di montagna
Stammpflanze: Arnica montana L.
Pflanzenfamilie: Korbblütler (Asteraceae / Compositae)
Namenserklärung: Der Name „Arnika" ist ungeklärter Herkunft, möglicherweise vom griechischen arnakis (Lammfell), wegen der weichen, filzigen Blätter. Der volkstümliche Name „Bergwohlverleih" beschreibt die heilende Wirkung: „dem Wohlergehen verleihen". „Fallkraut" verweist auf die traditionelle Anwendung bei Stürzen und Verletzungen.
Verwendete Pflanzenteile: Blütenköpfe (Arnicae flos). Selten Wurzeln und Blätter.
Ursprung: Gebirgsregionen Mittel- und Nordeuropas.
Sammelzeit: Juni bis August, bei trockenem Wetter kurz nach dem Aufblühen. Es werden nur vollständig geöffnete Blüten gepflückt.
Vorkommen: Nährstoffarme, saure Bergwiesen und Heiden in bis zu 2.800 m Höhe. Steht in vielen Ländern unter Naturschutz und wird deshalb für pharmazeutische Zwecke überwiegend kultiviert.
Inhaltsstoffe: Sesquiterpenlaktone (0,2–0,8 %), vor allem Helenalin und Dihydrohelenalin. Flavonoide, ätherisches Öl, Phenolcarbonsäuren, Cumarine und Schleimstoffe.
Wirkung: Antiphlogistisch (entzündungshemmend), analgetisch (schmerzlindernd) und antiseptisch. Fördert die Resorption von Hämatomen (Blutergüssen) und verbessert die lokale Durchblutung. Trägt zur Erhaltung der Beweglichkeit und Flexibilität der Gelenke bei. Hilft beim Schutz vor UV-bedingten oxidativen Schäden der Haut und bei der Beseitigung von überschüssiger Flüssigkeit.
Anwendung: Ausschließlich äußerlich. Bei Prellungen, Quetschungen, Muskelverspannungen, Hämatomen, Hautunreinheiten und Verstauchungen.
Unerwünschte Wirkungen: Häufig Kontaktallergien, besonders bei einer Korbblütler-Allergie. Kann unverdünnt Hautentzündungen und Blasenbildung verursachen. Innerliche giftig. Nicht auf offene Wunden auftragen.