KLEINE BIBERNELLE - HEILKRAUT AUS DEM MITTELALTER
Deutscher Name: Kleine Bibernelle
Englischer Name: Burnet-saxifrage
Französischer Name: Pimpinelle
Italienischer Name: Tragoselino
Stammpflanze: Pimpinella saxifraga L.
Pflanzenfamilie: Apiaceae
Namenserklärung: Von Sprachforschern wird der Name auf das lateinische „piper“ für Pfeffer zurückgeführt. Dieser Zusammenhang kommt daher, dass die Wurzel auf der Zunge einen würzigen, danach brennend scharfen Geschmack hinterlässt.
Verwendete Pflanzenteile: Wurzel und Samen.
Ursprung: Ganz Europa und Westasien.
Sammelzeit: Ältere Wurzeln im Frühjahr, jüngere Wurzelstöcke im Herbst.
Vorkommen: An lichtreichen bis sonnigen Standorten mit mässig trockenen, nährstoffarmen, kalkhaltigen Böden.
Inhaltsstoffe: Vor allem die Wurzel enthält 0,4 % ätherisches Öl, Beta-Bisabolen, Chlorogensäure und verschiedene Cumarinderivate, darunter vor allem Pimpillin.
Wirkung: Schleimlösend, auswurffördernd, keimhemmend, verdauungsfördernd, harntreibend und menstruationsfördernd.
Anwendung: Bei Bronchitis und Asthma. Als Gurgelmittel gegen Entzündungen im Rachen, Angina und Heiserkeit. Die Bibernelle wird auch zur Herstellung von Likör und Magenbitter eingesetzt.
Unerwünschte Wirkungen: Keine
Besonderes: Im Mittelalter galt die Bibernelle als eine Art Zaubermittel gegen Seuchen wie Pest oder Cholera. Man empfahl sogar das Tragen der Bibernelle um den Hals als Schutz vor bösen Zauberkräften.