LÖWENZAHN - FÜR ENTGIFTUNG UND VERDAUUNG
Deutscher Name: Löwenzahn
Englischer Name: Milk Gowan
Französischer Name: Dandelion
Italienischer Name: Tarassaco
Stammpflanze: Taraxacum officinale
Pfanzenfamilie: Asteraceae
Namenserklärung: Der Gattungsname „Taraxacum“ wird mit dem griechischen „taraxis“ = „Entzündung“ und „akéomei“ = „ich heile“ übersetzt. Das „ich heile“ bezieht sich auf die Verwendung als Heilmittel. Eine andere Quelle leitet „Taraxacum“ vom arabischen „Tharakhchakon“ ab, das als Name für eine nicht näher beschriebene Pflanze mit gelben Blüten verwendet wird. Der deutsche Name „Löwenzahn“ bezieht sich auf die Blattform, die an die Zähne des Löwens erinnern.
Verwendete Pflanzenteile: Ganze Pflanze oder nur Kraut, Wurzel, Blätter oder Blüten.
Ursprung: Ganz Europa
Sammelzeit: Ganze Pflanze inklusive Wurzel im blühenden Zustand: Mai bis Oktober. Wurzel im Frühling von April bis Mai vor der Blütenbildung oder im Herbst nach dem Verblühen von September bis Oktober.
Vorkommen: Auf Wiesen, an Wegrändern und auf Brachland. Bis auf 2800 m anzutreffen.
Inhaltsstoffe: Sesquiterpenlacton-Bitterstoffe wie Taraxacin und Triterpene wie Taraxasterol. Des Weiteren Phytosterole, Flavonoide und das Phenylcarbonsäurederivat Taraxosid. Ebenfalls hoher Kaliumgehalt und Inulin.
Wirkung: Fördert die Gallensaftbildung in der Leber (choleretisch), appetitanregend, fördert die Harnausscheidung (diuretisch), steigert die Magensaftausschüttung und wirkt entzündungshemmend (antiphlogistisch) und krampflösend (spasmolytisch) im Verdauungstrakt. Stoffwechselanregend und entgiftend.
Anwendung: Bei Störungen des Gallenflusses, Appetitlosigkeit, Verdauungsbeschwerden wie Völlegefühl und Blähungen. Bei Verstopfung und Wasseransammlungen im Gewebe (Ödeme). Zur Stoffwechselanregung und Entgiftung.
Unerwünschte Wirkungen: Nicht bei bestehendem Magenbrennen oder -ulcus einnehmen, da der Löwenzahn die Magensaftproduktion anregt. Selten: Kontaktallergie mit dem Milchsaft.