MARIENDISTEL - FÜR EINE GESUNDE LEBER

Deutscher Name: Mariendistel

Englischer Name: Milk Thistle

Französischer Name: Chardon-Marie

Italienischer Name: Cardo mariano

Stammpflanze: Silybum marianum (L.)

Pflanzenfamilie: Korbblüter

Namenserklärung: Silybum stammt aus dem Griechischen und bezeichnete bei Dioskurides eine essbare Distelart. Das Artepitheton marianum verweist auf die Jungfrau Maria. Als diese mit dem Jesuskind floh, soll sie sich unter einer Distel versteckt haben, wobei einige Tropfen ihrer Milch auf die Blätter fielen. Daher die charakteristischen weißen Blattadern der Pflanze.

Verwendete Pflanzenteile: Früchte in der Pharmazie und junge Triebe und Blätter als Wildgemüse.

Ursprung: Mittelmeerraum

Sammelzeit: Früchte von Juli bis September, wenn die Blütenköpfe beginnen, sich weiß zu verfärben und die Samen reif sind. Blätter vom Frühjahr bis in den Frühsommer.

Vorkommen: Ruderalflächen, Wegränder, Schuttplätze, Trockenrasen und steinige Hänge.

Inhaltsstoffe: Silymarin (= Flavanolignane), Linol- und Ölsäure, Tocopherole (Vitamin E) und Phytosterole.

Wirkung: Silymarin schützt die Leberzellmembranen vor dem Eindringen toxischer Substanzen (Rezeptorblockade) und stimuliert die Proteinsynthese in geschädigten Leberzellen und fördert die so Regeneration. Hemmt die Lipidperoxidation, Leukotriene und die Kollagensynthese, wodurch eine Leberfibrose vermindert werden kann. Sie wirkt außerdem antientzündlich und immunmodulierend und fördert die Gallensekretion. Senkt Cholesterin, fördert die Verdauung und wirkt pilzbekämpfend.

Anwendung: Bei Leber- und Verdauungsbeschwerden, Hautproblemen, hohem Cholesterin und während der Wechseljahre.

Besonderes: Ist das einzige wirksame Gegenmittel bei einer Vergiftung mit dem grünen Knollenblätterpilz.