SILBERWEIDE - DIE HEILERIN AM BACHUFER
Deutscher Name: Silberweide / weiße Weide / silbrige Weide
Englischer Name: White Willow / Silver Willow
Französischer Name: Saule blanc / Saule argenté
Italiensicher Name: Salice bianco
Stammpflanze: Salix alba L.
Pflanzenfamilie: Weidengewächse (Salicaceae)
Namenserklärung: Der Name „Silberweide" bezieht sich auf die charakteristischen silbrig-weißen, seidig behaarten Blätter, die im Wind glänzen. Das Artepitheton alba bedeutet auf Latein ebenfalls „weiß". Der Gattungsname Salix ist der klassisch-lateinische Name für Weiden.
Verwendete Pflanzenteile: Rinde junger Äste und Zweige (Salicis cortex)
Ursprung: Europa, Westasien und Nordafrika
Sammelzeit: März bis Mai. Die Rinde wird von 2-5 Jahre alten Ästen geerntet, da zu dieser Zeit der Salicinspiegel am höchsten ist.
Vorkommen: Flussufer, Bachläufen und feuchte Standorte in ganz Europa und Asien.
Inhaltsstoffe: Salicin (min. 1-2% in der Droge): Phenolglyosid, dass im Körper zu Salicylsäure umgewandelt wird. Falvonoide, Gerbstoffe (Tannen), Phenolcarbonsäuren und Catechine.
Wirkung: Antiphlogistisch (entzündungshemmend), analgetisch (schmerzlindernd) und antipyretisch (fiebersenkend). Normalisiert die Hormonproduktion und lindert Menstruationsbeschwerden. Entspannungsfördernd. Unterstützt die Gelenkfunktion.
Anwendung: Bei Kopfschmerzen, Rückenschmerzen, Fieber, Menstruations- und leichten rheumatischen Beschwerden und abweichender Hormonproduktion.
Unerwünschte Wirkungen: Kontraindiziert bei Aspirin-Allergie oder Salicylat-Überempfindlichkeit. Selten Magen-Darm-Beschwerden. Nicht für Kinder unter 12 Jahren geeignet. In der Schwangerschaft nur in Rücksprache anwenden.