THYMIAN - BEI ATEMWEGSBESCHWERDEN
Deutscher Name: Thymian
Englischer Name: Herb of Thyme
Französischer Name: Thym
Italienischer Name: Timo
Stammpflanze: Thymus vulgaris L.
Pfanzenfamilie: Lamiaceae
Namenserklärung Griech./Lateinisch: Der Name „Thymian“ leitet sich vom lateinischen Wort „thymus“ab, welches wahrscheinlich vom griechischen thymos „Geist und Mut“ abgeleitet ist. Thymos wird auch mit „Rauch“ in Zusammenhang gebracht, da es mit dem lateinischen „fumus“ verwandt ist. Rauch im Sinne der keimtötenden Wirkung im Atemtrakt.
Verwendete Pflanzenteile: Das Kraut sowie die, von den getrockneten Stängeln abgestreiften, Blätter und Blüten.
Ursprung: Mittel- und Südeuropa.
Sammelzeit: Mai bis August. Gleich zu Beginn der Blütezeit wird der Stängel samt Blüten und Blätter geerntet und im Schatten unter 35°C getrocknet.
Vorkommen: Bevorzugt mediterranes Klima, besiedelt offene Trockenrasen, liebt kalkhaltigen Boden und sonnige Lagen.
Inhaltsstoffe: Ätherisches Öl mit Thymol und Carvacrol als Hauptstoffe sowie p-Cymen, 1.8-Cineol, Linalool und weitere monoterpene Flavonoide, Triterpene und Lamiaceen-Gerbstoffe, darunter Rosmarinsäure und die antioxidativ wirksamen Biphenyle.
Wirkung: Fördert die Gallensaftbildung in der Leber (choleretisch), sowie die Harnausscheidung (diuretisch). Appetitanregend. Steigert die Magensaftausschüttung. Wirkt entzündungshemmend (antiphlogistisch) und krampflösend (spasmolytisch) im Verdauungstrakt, sowie stoffwechselanregend und entgiftend.
Anwendung: Bei Bronchitis und Keuchhusten. Allgemein Katarrhe der oberen Luftwege. In Mundwasser gegen Zahnfleischentzündung. Als verdauungsfördernde Unterstützung bei schwacher Verdauungstätigkeit.
Unerwünschte Wirkungen: Durch langzeitige Anwendung thymolhaltiger Mundwässer kann es zu einer Beeinflussung der Schilddrüsenfunktion kommen.